Abschiede, Traumstart, Heimsieg: Viktoria schlägt Warbeyen klar mit 3:0
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Aktualisiert: vor 2 Tagen

Leicht bewölkter Himmel über Lichterfelde, 21 Grad, 658 Zuschauer*innen im Stadion – und ein Nachmittag voller Emotionen. Vor dem Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen VfR Warbeyen verabschiedete der FC Viktoria Berlin mit Aylin Yaren, Eunice Beckmann, Margarita Gidion, Henrike Sahlmann, Gina Schüller, Torwarttrainer Marco Sejna und Physiotherapeutin Celine Mantos mehrere prägende Gesichter des Vereins. Und passend dazu sorgte ausgerechnet Yaren für einen perfekten Auftakt in einen rundum gelungenen Fußballnachmittag.
Denn gerade einmal 26 Sekunden waren gespielt, da klingelte es bereits im Warbeyener Kasten. Ein langer Ball landete bei Leyila Aydin, die weiterleitete auf Aylin Yaren. Unsere Nummer 25 blieb vor dem Tor eiskalt und schob flach ins lange Eck ein – 1:0 für Viktoria, direkt mit der ersten Aktion der Partie!
Viktoria dominiert die Anfangsphase
Das Team von Trainer Miren Ćatović übernahm danach sofort die Kontrolle und ließ Warbeyen kaum Luft zum Atmen. Viktoria spielte druckvoll, gewann viele zweite Bälle und kombinierte sich immer wieder gefährlich nach vorne. Ein scharf getretener Freistoß von Yaren traf in der neunten Minute sogar die Latte.
Besonders emotional wurde es dann in der 16. Minute: Torschützin Aylin Yaren verließ unter großem Applaus zum letzten Mal in ihrer Karriere den Platz, Laura Casanovas kam in die Partie.
Nach etwa zwanzig Minuten wurde das Spiel etwas ausgeglichener, doch Viktoria fand schnell wieder die Kontrolle zurück. Große Torchancen blieben in dieser Phase zwar selten, dennoch war unsere Mannschaft das klar aktivere Team.
Und dann kam die Nachspielzeit der ersten Hälfte. Eigentlich schienen sich beide Teams bereits mit dem Halbzeitpfiff arrangiert zu haben, doch Katharina Krist brachte den Ball noch einmal scharf vor das Tor. Dort hielt Leyila Aydin den Hinterkopf hin und verlängerte zum 2:0 ins Netz (45.). Der perfekte Abschluss einer starken ersten Hälfte!
Viktoria bleibt auch nach der Pause tonangebend
Zur zweiten Halbzeit brachte Ćatović Sarah Abu Sabbah für Trinity Künzel – und Viktoria machte direkt weiter Druck. Nina Ehegötz setzte direkt nach Wiederanpfiff ein erstes Ausrufezeichen, ihr Abschluss flog allerdings knapp über das Tor.
Auch danach blieb das Team aus Lichterfelde spielbestimmend. Leyila Aydin traf nach mehreren geblockten Abschlüssen in der 55. Minute nur den Pfosten – das zweite Aluminium in wenigen Minuten.
Drei Minuten später fiel dann aber die Entscheidung: Der Ball rutschte halblinks durch zu Nina Ehegötz, die nicht lange zögerte und den Ball technisch stark im Tor versenkte. 3:0 für den FC Viktoria!
Im Anschluss wechselte Viktoria weiter durch: Maja Wasiak ersetzte Nina Ehegötz (66.), wenig später kamen Pia Metzker und Margarita Gidion für Sarah Klotz und Alisa Grincenco (68.).
Danach verlor die Partie etwas an Tempo. Warbeyen fand offensiv kaum Lösungen, Viktoria kontrollierte Ball und Gegnerinnen souverän. Bitter wurde es allerdings in der 78. Minute: Laura Casanovas musste verletzt vom Feld, obwohl bereits alle Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft waren. Viktoria brachte die Schlussphase somit in Unterzahl über die Bühne.
Gefährlich wurde es trotzdem kaum noch. Die Berlinerinnen spielten die letzten Minuten konzentriert herunter und sicherten sich verdient den 3:0-Heimsieg.
Platz fünf gefestigt
Durch den Sieg bleibt der FC Viktoria Berlin auf Tabellenplatz fünf – inzwischen mit sieben Punkten Vorsprung auf Rang sechs.
Das letzte Spiel der Saison steigt am Sonntag, den 17.05., um 14 Uhr auswärts im Karl-Liebknecht-Stadion gegen Turbine Potsdam.
Tore:
1:0 Yaren (1.)
2:0 Aydin (45.)
3:0 Ehegötz (58.)
Startelf:
Schüller, Klotz (Metzker, 68.), Ursem, Sahlmann, Grincenco (Gidion, 68.), Künzel (Abu Sabbah, 45.), Krist, Stöckmann, Yaren (Casanovas,16.), Ehegötz (Wasiak, 66.), Aydin

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