Großer Kampf, bitteres Ende: Viktoria scheidet nach Verlängerung gegen Leverkusen aus

Der FC Viktoria Berlin ist in der 1. Runde des DFB-Pokals der Frauen ausgeschieden. Gegen Erstligist Bayer 04 Leverkusen hielt das Team von Trainer Miren Ćatović 90 Minuten lang ein 0:0 und musste sich erst in der Verlängerung mit 0:2 geschlagen geben. Damit endet nach sechs Siegen in Folge die Pflichtspielserie der Viktorianerinnen – mit einem Auftritt, auf den das Team stolz sein kann.
25 Grad und 2.033 Zuschauer*innen im Stadion Lichterfelde: Die Kulisse für das erste Pflichtspielduell beider Teams war einem Pokalsonntag würdig. Für diesen besonderen Nachmittag waren sogar die Auswechselbänke auf die gegenüberliegende Seite verlegt worden, sodass sie nun direkt auf die Tribüne und die Fans blickten. In Hellblau empfing Viktoria als Tabellenführer der 2. Frauen-Bundesliga den Tabellensechsten der Frauen-Bundesliga.
Viktoria steht kompakt und wächst ins Spiel
Beide Teams begannen verhalten. Leverkusen versuchte früh, die Kontrolle zu übernehmen, und hatte mehr Ballbesitz, fand gegen eine kompakt stehende Viktoria-Defensive aber kaum Lücken. Die erste Torannäherung gehörte den Gastgeberinnen: In der 8. Minute brachte Sarah Stöckmann eine Flanke in den Strafraum, die jedoch keine Abnehmerin fand.
Mit zunehmender Spieldauer kam Viktoria immer besser in die Partie, getragen von der lautstarken Unterstützung der Fans auf den Rängen. Die Abschlüsse der Gäste stellten Michele Tschudin im Viktoria-Tor vor keine Probleme. Auf der anderen Seite hatte Senanur Yavuz in der 38. Minute die beste Gelegenheit der ersten Hälfte, als ihr Schuss aus rund 18 Metern knapp links am Tor vorbeiging. Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabinen.
Auf Augenhöhe mit dem Erstligisten
Auch nach dem Seitenwechsel war von einem Klassenunterschied nichts zu spüren. Beide Teams schenkten sich nichts, Viktoria hielt über weite Strecken auf Augenhöhe mit. In der 61. Minute kam Maya Hahn zum Abschluss, ihr Schuss strich knapp über die Latte. Kurz darauf wurde ein als Flanke gedachter Ball von Viktoria gefährlich und brachte eine weitere Ecke ein.
Beide Trainer reagierten mit Wechseln, Leverkusen brachte unter anderem in der 60. Minute Maja Sternad. In der Schlussphase der regulären Spielzeit blieben klare Chancen auf beiden Seiten aus, und so ging es beim Stand von 0:0 in die Verlängerung.
Sternad entscheidet die Verlängerung
Dort nutzte Leverkusen seine Qualität: In der 94. Minute brachte die eingewechselte Maja Sternad die Gäste in Führung, sieben Minuten später erhöhte sie mit ihrem zweiten Treffer auf 0:2.
Kurz vor dem Seitenwechsel in der Verlängerung folgte der nächste Rückschlag: Michele Tschudin, die bis dahin stark gehalten hatte, musste verletzt vom Platz. Da das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, ging Feldspielerin Sarah Stöckmann ins Tor, und Viktoria spielte die restliche Partie in Unterzahl. Trotzdem gab sich das Team bis zum Schlusspfiff nicht auf und verteidigte das Ergebnis mit großem Einsatz.
Nach dem Pokalaus richtet sich der Blick nun wieder auf die Liga: Bereits am kommenden Sonntag, 4. Oktober, tritt Viktoria am 8. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga um 14 Uhr bei Borussia Mönchengladbach im Grenzlandstadion an.
Tor:
0:1 Maja Sternad (94')
0:2 Maja Sternad (101')
Startelf:
Tschudin – Klotz, Ihlenburg, Hahn, Schouwstra, Stöckmann, Höfker (81' Ezebinyuo), Polášková (73' Casanovas), Ehegötz (65' Reuter), Yavuz (73' Künzel), Aydin (81' Wasiak)

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