Keine Tore im Heimspiel: Elfmeter-Wirbel und Platzverweis beim 0:0 gegen Stuttgart
- vor 22 Stunden
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284 Zuschauer*innen im Stadion Lichterfelde sahen ein intensives, umkämpftes Spiel zwischen dem FC Viktoria Berlin und dem VfB Stuttgart – mit allem, was dazugehört: Aluminiumtreffer, strittige Entscheidungen, viele Wechsel und am Ende sogar Gelb-Rot. Tore? Leider Fehlanzeige.
Stuttgart startet dominant – Viktoria kämpft sich rein
Die ersten 15 Minuten gehörten klar den Gästen. Stuttgart ließ den Ball laufen, hatte mehr Ballbesitz und setzte erste Nadelstiche. In der 18. Minute wurde es richtig brenzlig: Ein Abschluss der Schwäbinnen klatschte an den Pfosten – Glück für uns.
Viktoria ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit zunehmender Spielzeit übernahmen wir mehr Kontrolle. Senanur Yavuz tankte sich stark durchs halbrechte Mittelfeld, scheiterte aber an der Stuttgarter Torhüterin.
Ab der 30. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – beide Teams mit stärkeren Phasen, beide mit Zug zum Tor.
Dann der Aufreger der ersten Hälfte: Elfmeter für den FC Viktoria Berlin in der 40. Minute! Anna Höfker trat an, traf zunächst die Latte, reagierte blitzschnell und köpfte den Abpraller ins Netz. Der Jubel im Stadion? Riesig. Die Entscheidung? Ernüchternd. Doppelberührung – das Tor zählt nicht, obwohl der Ball nachdem Aluminiumtreffer in den Auge vieler klar hinter der Torlinie aufgekommen war.
Kurz darauf prüften wir die Torhüterin erneut per Kopf und Nina Ehegötz setzte noch einen starken Schuss links am Tor vorbei.
Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen – ein Spiel, das längst mehr verdient gehabt hätte.
Viel Power, wenig Ertrag
Die zweite Hälfte begann mit Offensivdrang unseres FC Viktoria Berlin. Wir kamen mit Tempo aus der Pause, setzten Stuttgart unter Druck – doch mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie wieder ausgeglichener.
Chancen wurden seltener, das Spiel intensiver.
Nun folgten mehrere Wechsel: Alisa Grincenco kam für Victoria Ezebinyuo (58.), Melissa Ugochukwu ersetzte Nina Ehegötz (67.) und Eunice Beckmann kam für Senanur Yavuz (84.).
In der Schlussphase drückte Viktoria nochmal. Drei Ecken in kurzer Zeit, dazu ein Abschluss von Senanur Yavuz – aber der Ball wollte heute einfach nicht über die Linie.
Trotz weiterhin hoffnungsvoller Spielweise in Richtung Stuttgarter tor folgte in der Nachspielzeit der nächste Rückschlag. Laura Casanovas sah nach einem Foul Gelb-Rot (90.+3) und Viktoria musste die letzten Sekunden in Unterzahl überstehen. Zum Schluss blieb es hier also bei einem 0:0.
Fazit
Ein torloses Unentschieden, das sich nicht ganz wie eines anfühlt. Der FC Viktoria Berlin war über weite Strecken überlegen, hatte die klareren Aktionen – doch Aluminium, Regelwerk und fehlende Zentimeter verhinderten den Treffer.
Durch die Punkteteilung rutschen wir in der Tabelle leicht ab und stehen nun auf Rang acht.
Doch der Punkt zeigt, wie stabil und kämpferisch unser Team auftritt – auch wenn heute mehr drin war.
Startelf:
Wagner, Klotz, Sahlmann, Metzker, Krist, Stöckmann, Höfker, Ezebinyuo (58. Grincenco), Ehegötz (67. Ugochukwu), Yavuz (84. Beckmann), Casanovas








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